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Schloss Wittgenstein

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Dies ist ein Sehenswürdigen Schloss ,was man besichtigen sollte.

Bei dem Schloss Wittgenstein handelt es sich um eine weitläufige Schlossanlage, die 1187 als Burg „Widegensteyne“ erwähnt wird. Um 1100 überschritten die Vorfahren der späteren Wittgensteiner Grafen von Norden her die Grenzscheide des Rothaargebirges und legten auf dem schon ehemals befestigten Berg, dem heutigen Schlossberg, 484 m über NN, oberhalb der Mündung der Laasphe in die Lahn eine neue Burg an. Vermutlich wagten sie diesen Vorstoß als Vögte des 1072 vom Erzbischof Anno von Köln gegründeten Benediktinerklosters Grafschaft, deren Wappen (schwarze Pfähle auf silbernem Feld) sie führen. Dieses Wappen war bis zum Jahre 1975 das Wittgensteiner Kreiswappen und wird auch im Wappen des Kreises Siegen-Wittgenstein weiter geführt. In‘s Licht der Geschichte tritt Burg Wittgenstein erst gegen Ende des 12. Jh. mit Werner von Wittgenstein-Battenberg (1170-1215), der die Burg Wittgenstein 1190 dem Erzbischhof von Mainz übergibt, um sie von ihm als Lehen zurück zu erhalten. Zu dieser Zeit standen wohl erst die beiden hinteren Seitenflügel und der verbindende Mittelbau, der den hinteren Hof hufeisenförmig umschließt (heutiger Rosengarten). Im Jahre 1258 erwarb der Wittgensteiner Graf Siegfried I. (1238-1277) die Burg Berleburg vom Kloster Grafschaft. Seine Söhne, Widekind III. und Werner (1277-1310/19), erweiterten das Gebiet um die Ortschaften Niederlaasphe, Puderbach, Hesselbach, Fischelbach und Ditzrod, welche sie 1307 von den Herren von Breidenbach kauften. Graf Ludwig der Ältere (1558-1605) hat das Schloss gründlich umbauen lassen und die letzten Spuren der Ritterburg verwischt. Der Mittelbau (Renaissance) geht auf ihn zurück. Während des 30-jährigen Krieges wurde Schloss Wittgenstein 1634 besetzt, ausgeplündert und stark beschädigt. Der quergestellte Mittelbau, der einen barocken Dachreiter trägt, beherbergt die Schlosskapelle mit einem flachbogigen Stichkappengewölbe. Im Stockwerk darüber befand sich der Bildersaal mit illusionistischer Deckenmalerei und den Wappen bekannter Adelsgeschlechter (heute Aula). Der Verbindungsbau zwischen diesem Teil und dem Mittelbau entstand 1707 unter dem Grafen Henrich Albrecht. Seine rückwärtigen Flügel bauen auf dem mittelalterlichen Kern auf. Die nach vorn anschließende östliche Baugruppe, erschlossen durch eine Rampe, wurde im 18. Jh. errichtet. Bis 1830 war der Schlosshof nach Norden durch Gebäude mit einer Toreinfahrt abgeschlossen. Das Niveau des vorderen Schlosshofes mit der rampenartigen Auffahrt neben der tiefgelegenen Reitbahn hat offenbar im Laufe der Zeit viele Veränderungen durchgemacht. Wahrscheinlich ist der Boden vor dem Mittelbau stark aufgefüllt worden, wodurch der ursprünglich wehrhafte Charakter der Hauptburgfront eingeschränkt wurde. Der den Vorplatz beherrschende viergeschossige Bau, der als Eckpavillon des Mittelbaues in Erscheinung tritt, entstand 1728 mit Mansarddach und zeitweise verschieferten Außenwänden. Die heutigen Fassaden vereinigen neobarocke und neuhistorisierende Gliederungselemente.Der Marstall (Pferdestall) wurde 1736 errichtet. Die nördliche und westliche Ummauerung und die Gartenanlagen mit der Hirschplastik sind jüngeren Datums. Schwierig war auf dem hochgelegenen Schloss von jeher die Wasserversorgung. Da der Brunnen nicht die erforderliche Menge lieferte, waren täglich Wasserfuhren aus dem Lahntal notwendig. 1683 entstand eine erste Wasserkunst, ein Radpumpwerk mit einem Röhrengraben, in dem das Wasser der Lahn einem Sammelbassin zugeleitet wurde. Von dort wurde es in hölzernen Röhren in die Küche, den Marstall und das Treibhaus weiterbefördert. Erst im Jahre 1858 wurde von Fürst Alexander die große Wasserleitung angelegt. Im Jahre 1804 wurden die Wittgensteiner Grafen Friedrich-Carl und sein Bruder Wilhelm Ludwig Georg in den Fürstenstand erhoben. Mit der Mediatisierung im Jahre 1806 endete jedoch die Eigenstaatlichkeit des Fürstentums Wittgenstein. Nach 10-jähriger Zugehörigkeit zu Hessen-Darmstadt wurde Wittgenstein auf dem Wiener Kongreß Preußen zugesprochen. Wie Sayn-Wittgenstein-Berleburg wurde Sayn-Wittgenstein-Hohenstein 1816 in die neugebildete Provinz Westfalen eingegliedert. Verwaltungssitz des neuen Kreises Wittgenstein wurde Berleburg. Institut Schloss Wittgenstein Christian Heinrich Fürst zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein verließ im Jahre 1950 Schloß Wittgenstein und stellte es einem Lehrinstitut mit Internat, gegründet von Herrn Josef Kämmerling, zur Verfügung. Seit diesem Zeitpunkt dient Schloss Wittgenstein als Wirtschafts- und Verwaltungsgebäude dem Institut Schloss Wittgenstein (Realschule und Gymnasium). Seit dem Jahre 2002 befindet sich Schloss Wittgenstein im Eigentum der Familie Kämmerling. Auf Schloss Wittgenstein finden neben dem Schulbetrieb auch Operettenaufführungen im Rosengarten, Konzertabende und standesamtliche Trauungen statt. Für private Veranstaltungen steht der alte Weinkeller für 150 Personen, der Lindenplatz für 100 Personen, der Rosengarten für 200 Personen und der Alexanderplatz für 500 Personen zur Verfügung. Den jährlichen Höhepunkt bildet der traditionelle Weihnachtsmarkt am 1. Freitag im Dezember. Die gesamte Schlossanlage wurde am 24.04.1984 in die Denkmalliste der Stadt Bad Laasphe eingetragen.Reitschule Schloss WittgensteinDie Reitschule Schloss Wittgenstein bietet in den Sommermonaten Reiterferien an, Tel. 02752 - 4743323, www.realschule-schloss-wittgenstein.deCafe im SchlosshofDen Schlossbesuchern steht von Donnerstag bis Sonntag und an Feiertagen von 10.00 bis 18.00 Uhr ein gemütliches Cafe im Schlosshof zur Verfügung, Tel. 02752 - 507227. InformationenTourismus, Kur und Stadtentwicklung Bad LaaspheTel. 02752 - 898

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57334 Bad Laasphe

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