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Staumauer Möhnesee

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Die aus Bruchsteinen erbaute Staumauer ist die Hauptattraktion des Möhnesees und bereits über 100 Jahre alt.

Im Jahr Ihrer Einweihung war sie die größte Stauanlage in Europa. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Mauer durch einen britischen Bombenangriff. Durch die Flutwelle, die sich über die Möhne bis weit ins Ruhrtal ergoss, kamen fast 1600 Menschen ums Leben. Der Wiederaufbau konnte schon am 3. Oktober 1943 abgeschlossen werden.

Der Staudamm hat eine Länge von 650 Metern und misst an ihrer höchsten Stelle 40,30 Meter. Die Möhnetalsperre ist die zweitgrößte Talsperre im Einzugsgebiet der Ruhr und somit eine der wasserwirtschaftlich Bedeutendsten. Bei Normalstau beträgt der Stauinhalt 134,5 Millionen m³ Wasser bei einer Speicheroberfläche von 10,37 km².
Sie staut das Flusswasser der Möhne und trägt so zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung von über fünf Millionen Menschen bei. Zusätzlich dient die Talsperre dem Hochwasserschutz der unteren Flussabschnitte, sowie der Stromgewinnung und der Erholung.
Die Möhnetalsperre wurde im Zweiten Weltkrieg durch einen britischen Bombenangriff (Operation Chastise) in der Nacht vom 16. Mai auf den 17. Mai 1943 zerstört.

Zu dieser Jahreszeit war der See voll gefüllt. Um die Abwehranlagen zu umgehen, benutzten die Alliierten speziell für diesen Einsatz konstruierte Bomben, die sogenannten Roll – und Rotationsbomben.
Heute kann man sich im Inneren der Möhnetalsperre einen Nachbau einer solchen Bombe ansehen. Allerdings nur auf Anfrage beim Ruhrverband Möhnesee im Rahmen einer Führung.
Mithilfe ihrer Eigendrehung sprangen diese Bomben nach dem Abwurf über die Torpedo-Fangnetzte hinweg in Richtung der Staumauer, schlugen dort mit geringem Restschwung ein, sanken ab und detonierten in einer Tiefe von 10 bis 15 Metern. Nur eine einzige der abgeworfenen Bomben erreichte ihr Ziel.

Die Staumauer wurde auf 77 Meter Länge und 23 Meter Höhe zerstört. Durch die daraus resultierende Flutwelle kamen etwa 1600 Menschen ums Leben. Die meisten Menschen ließen ihr Leben in einem Kriegsgefangenenlager, welches sich unmittelbar unterhalb der Staumauer befand. Ein Mahnmal am früheren Kloster Himmelpforten erinnert heute daran. Ein weiteres Mahnmal finden wir in Neheim, wo die 12 Meter hohe Flutwelle die Stadt schwer traf.

Zweck dieses Angriffes war die Beeinträchtigung der Rüstungsindustrie im Ruhrgebiet.
Der Wiederaufbau wurde trotz angespannter Lage mithilfe von tausenden Arbeitskräften unmittelbar nach dem Angriff in die Wege geleitet. Am 3. Oktober 1943 wurden die Arbeiten abgeschlossen. Bis Kriegsende wurde die Mauer nicht mehr angegriffen.

An der Staumauer befindet sich die Hauptanlegestelle der Personenschifffahrt Möhnesee und eine Tourist-Information. Beide haben während der Saison etwa von Ostern bis Oktober geöffnet.

In der Nähe der Staumauer können Sie im Landschaftsinformationszentrum Wasser und Wald Möhnesee e.V. die Landschaft, das Wasser und den Wald erleben und entdecken.

Am Ausgleichsweiher befindet sich auch das Möhnekraftwerk.

Der Staudamm ist als Baudenkmal in die Denkmalliste der Gemeinde Möhnesee eingetragen.

Adresse

Ruhrverband - Talsperrenbetrieb Nord, Möhnetalsperre

Eckeystr. 4

59519 Möhnesee

Telefon: 02924 - 97040

moehne_freizeit@ruhrverband.de

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Informationen zu Gruppenführungen bekommen Sie beim Ruhrverband oder der Wirtschafts- und Tourismus GmbH Möhnesee.

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