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JUW - Station 11:Kaufhaus Lenneberger

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Das ehemaliger Kaufhaus Lenneberger in der NS zeit




Das Kaufhaus heute




Logo Julius-Ursell-Weg

Adresse

Ehemaliges Kaufhaus Lenneberger

Wasserstraße

57439 Attendorn

info@juedisch-in-attendorn.org

Homepage

Bis zur Arisierung im Jahr 1938 war das Kaufhaus Raphael Lenneberg das führende Kaufhaus im südlichen Sauerland.

Bis zur Arisierung im Jahr 1938 war das Kaufhaus Raphael Lenneberg das führende Kaufhaus im südlichen Sauerland.

Der im Jahr 1804 in Lenhausen geborene Jude Raphael Heimon, der später den Namen Lenneberg (für Lenhausen) annahm, gründete bereits im Jahr 1840 ein Handelsgeschäft. Zunächst in Helden, wohin er zusammen mit seiner Familie im Jahr 1847 zog. Hierzu gehörte auch ein Warenlager in Elspe.

1875 erfolgte der Umzug der Familie Lenneberg, zu der neben Raphael und seiner Frau Caroline, geb. Rosenberg, auch noch die fünf Kinder Perl(e), Heimon Heinemann, Theodor, Sarah und Isaak gehörten, nach Attendorn. Auch das "Tuch-Mode und Manufakturwarengeschäft R. Lenneberg" hatte nun seinen Sitz in Attendorn. Zunächst in unmittelbarer Nähe des heutigen Rossmann-Marktes in der Wasserstraße. Am 30. März 1911 wurde dann der Neubau im heute noch zu bewundernden Rossmann-Gebäude eröffnet.

Das Kaufhaus Lenneberg wuchs zum führenden Kaufhaus im südlichen Sauerland heran. Im Jahr 1900 überraschte das Kaufhaus mit der Herausgabe eines 84 Seiten starken Kataloges. Für damalige Verhältnisse eine echte Sensation. Für große Augen bei der Kundschaft sorgte auch der erste Fahrstuhl in einem Kaufhaus weit und breit.

Nach dem Tod von Raphael Lenneberg im Jahr 1902 übernahm dessen Sohn Theodor die Geschäftsleitung des immer weiter expandierenden Unternehmens. Als Theodor Lenneberg im Jahr 1920 starb, wurde dessen Schwiegersohn Hermann Stern, der im Jahr 1900 die Lenneberg-Tocher Henriette "Henny" heiratete, zum Inhaber des Kaufhauses Lenneberg in dritter Generation.

Unmittelbar vor der Arisierung des Kaufhauses im Jahr 1938 mit der Übernahme durch die Firma "Scholl & Co." standen bei Lennebergs 24 kaufmännische Angestellte und Arbeiter (20 weibliche, 4 männliche, darunter drei jüdische) sowie vier kaufmännische Lehrlinge in Lohn und Arbeit. Die Bilanzprüfung aus dem Vorjahr (1937) ergab ein Betriebsvermögen von rund 200.000 Reichsmark bei einem Umsatz von ca. 463.000 Reichsmark. Für die Kleinstadt Attendorn mit ihren gut 6.500 Einwohnern war das Kaufhaus Lenneberg ein echter Wirtschaftsfaktor.

Preise:

Frei zugänglich / immer geöffnet

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